Liebe
Mitglieder,
wie bereits schon im letzten Jahr lag der Schwerpunkt
unserer Aktivitäten bei den drei deutschen Tunnel auf Höhe
"Toter Mann", deren Erforschung und Vermessung nun im
Großen und Ganzen abgeschlossen ist.
Leider schlugen alle Versuche fehl, in den nördlichen
Teil des Kronprinzen-Tunnels zu gelangen. Möglicherweise
ist er mehr oder weniger auf der gesamten Länge bis zum Nordausgang
hin eingestürzt.
Aber auch in den Ost-Argonnen wurden wir wieder
aktiv, allerdings zunächst nur beschränkt auf die Aufnahme
der Schäden an den Stolleneingängen durch den Sturm
und die anschließenden Aufräum- / Aufforstungsarbeiten.
So ist der Zugang in die Kampfstollenanlage "27"
bis "36" auf Höhe 285 durch einen starken Erdpfropfen
im unteren Bereich dicht. Auf Fille Morte ist "Walroß"
total verschüttet und "Walfisch" zum Großteil.
Abseits der Schneisen ist ein Vorkommen durch das
wie verrückt wachsende Dickicht äußerst schwierig.
Den Eingang zu "Brummer" konnten wir absolut nicht mehr
finden.
Noch ist aber Gelegenheit, sich ein Bild von der
taktischen Lage auf Fille Morte zu machen und so zu verstehen,
warum die Franzosen hier unterirdisch offensiv waren. In etwa
zwei Jahren wird mit Sicherheit die Vegetation wieder soweit fortgeschritten
sein, dass die Einsicht in die ehemalige französische Stellung
teilweise oder gänzlich unterbunden sein dürfte.
Auf Vauquois hat Dieter Glitzenhirn mit seiner Arbeitsgruppe
eine hervorragende Leistung vollbracht. Die deutsche Stellung
beim "Hamburger Weg" sieht nun wieder nach einer Stellung
aus. Bei den Arbeiten wurden Reste der "Feste Petsch"
entdeckt. An dieser Stelle wird es bei der Weiterführung
der Arbeiten im nächsten Jahr sicherlich interessant werden.
Die 7. Mitgliederversammlung findet turnusgemäß
nächstes Jahr wieder in Frankreich statt, und zwar diesmal
am 5. Juli 2003, um den Teilnehmern einmal die Gelegenheit zu
geben, am darauf folgenden Tag bei der Gedenkveranstaltung im
Bois de la Gruerie dabei zu sein.
In unserer Homepage sind auch die Argonnenboten
(jeweils die beiden letzten Jahrgänge) komplett enthalten.
Wir bitten deshalb die Mitglieder, die Zugriff zum Internet haben,
um Mitteilung per E-mail, ob sie auf die Lieferung einer Papierausgabe
des Argonnenboten verzichten wollen. Dem Verein würden dadurch
Kosten für Reproduktion und Versand gespart.
Und nun viel Vergnügen beim Lesen.
Adolf Buchner
1. Vorsitzender