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Deutsches Erinnerungskomitee Argonnerwald 1914-1918 e.V.

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Berichte

Aus der Geschichte des Metzer Regiments



 

   
Liebe Mitglieder,


der Kampf unseres Vereins gegen die Zerstörung noch vorhandener Überreste aus dem 1. Weltkrieg durch Abholzung, Einplanierung und Wiederaufforstung hat bisher nur zu marginalen Erfolgen geführt, die hauptsächlich auf gutem Einvernehmen mit der Forstbehörde ONF und einigen touristisch orientierten Gemeindeprojekten beruhten.

Dieses Jahr kam die positive Wende: Laut dem lothringischen Ministerium für kulturelle Angelegenheiten (DRAC) sind ab 2003 Überreste des 1. Weltkriegs offiziell in die Archäologie einzubeziehen.

Dies bedeutet, dass jetzt auch für diese Überreste die Verfügungen für antike Funde gelten, wie zum Beispiel die temporäre oder dauerhafte Stillegung von Baustellen.

Die ONF muß nun immer ihre Vorhaben der Archäologie-Abteilung der DRAC zur Genehmigung vorlegen. Die Abteilungsleiterin Madame Jacquemont sieht dadurch die einzige Möglichkeit, die kulturellen Zeitzeugen des "Großen Krieges" vor der Zerstörung und dem Verfall zu bewahren.

Madame Jacquemont hat sich am 01.11.2003 vor Ort von der Leistungsfähigkeit unseres Vereins überzeugt (siehe Bericht in "Forschungen und Arbeitseinsätze"). Da ihr keine weiteren Organisationen bekannt sind, die wie wir wissenschaftlich die Überreste des 1. Weltkrieges erforschen, katalogisieren und vermessen (für gallische oder römische Funde gibt es zahlreiche), möchte sie gerne das D.E.A. 1914 - 1918 e.V. in die Entscheidungsprozesse zum Erhalt von diesen Kulturgütern in Lothringen einbeziehen.

Das heißt im Klartext, dass wir von ihr diesbezügliche Vorhaben seitens der Gemeinden oder auch Abholzungsarbeiten der ONF innerhalb der Region Lothringen zur Bewertung bekommen werden.

Diese soll die Feststellung des Erhaltungsgrades, die Sinnhaftigkeit einer Wiederherstellung oder Erhaltung sowie die genaue Vermessung (wichtig zur Anweisung der ONF, diese als archäologisch wichtig eingestuften Orte von Abholzung / Zerstörung durch Einplanierung auszunehmen) beinhalten.

Hinsichtlich unserer Aktivitäten können wir grundsätzlich Unterstützung seitens der DRAC erhalten (Einmessung mit Präzisions-GPS, spezielle Konservierungsmöglichkeiten, Genehmigung von unmittelbaren Sicherungsmaßnahmen inklusive Finanzierungsbeteiligung).

Der Vorstand hat mit Hinblick auf §2 der Vereinssatzung sowie der außergewöhnlichen Möglichkeit für den Verein, bei der Sicherung von Kulturgütern entscheidend mitzuwirken, einstimmig beschlossen, den Vorschlag der DRAC anzunehmen mit der Einschränkung, dass das Hauptbeschäftigungsgebiet des Vereins zwischen Argonnen und Verdun (beide einschließlich) liegt und daher Objekte in diesem Bereich Priorität bekommen.

Ich habe mittlerweile die ersten Vorhaben der ONF und der Gemeinde Boureuilles / Avocourt (Madame Martin-Blanchet) von Madame Jacquemont zugesandt bekommen. Gernot Pinior arbeitet schon am Projekt Haute Chevauchée der Madame Martin-Blanchet.

Die Vorhaben der ONF wurden von mir ausgewertet. Sie betreffen die südliche Region von Vauquois und die Ost-Argonnen. Hinsichtlich Vauquois habe ich die "Les Amis de Vauquois" mit einbezogen. Im Februar 2004 ist ein Termin mit dem Verantwortlichen der ONF zur Festlegung der weiteren Aktionen geplant.

Um dieser neuen Sachlage Rechnung zu tragen, sah der Vorstand eine Umstrukturierung der Vereinsorganisation als notwendig an (siehe entsprechendes Kapitel).

Und nun viel Vergnügen beim Lesen.

 

Adolf Buchner
1. Vorsitzender

 









   
 


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Letzte Aktualisierung 04.10.2011